Der Plan der Generationen sieht vor, dass von verantwortungsbewussten Kommunalverwaltungen öffentlicher Grund oder gegebenenfalls auch von philanthropischen  Privatpersonen Land aus eigenem Besitz unentgeltlich und unter Verzicht auf eigene Nutzung für einen Zeitraum von 100 Jahren für eine Renaturierung bzw. eine ökologisch verträgliche und umweltschonende Bewirtschaftung zur Verfügung gestellt wird. Damit soll die Chance auf Abwendung der, durch Klimawandel und fortschreitende Verödung der Landschaft, drohenden Gefahr der lebensfeindlichen Desertifikation genutzt werden. Durch die Renaturierung soll die weitere Desertifikation gestoppt und das Land wieder bewohn- und bewirtschaftbar werden.

Trees for Greece versteht sich in diesem Kontext als gemeinnützige Organisation, die weder politische, noch wirtschaftliche Interessen verfolgt. Sie sieht ihre Aufgabe darin, Projekte mit der Zielsetzung der Erhaltung oder Wiedererschaffung einer lebensfreundlichen und gesunden Umwelt, die auch noch den nachfolgenden Generationen ausreichende Lebensgrundlagen bietet, sowohl in finanzieller als auch in logistischer Weise zu unterstützen und zu fördern.

Wir hoffen, dass nach einem erfolgreichen Start unserer Pilotprojekte auf der Kykladeninsel Amorgos und der damit verbundenen öffentlichen Aufmerksamkeit und Diskussion unserer Vision weitere Projektvorschläge aus ganz Griechenland an uns herangetragen werden.

Trees for Greece beauftragt in diesen Fällen, nach einer ersten Vorabprüfung der örtlichen Rahmenbedingungen, zertifizierte Fachinstitute mit der physikalischen Untersuchung der vorgeschlagenen Gebiete im Hinblick auf die Eignung für eine Renaturierung. Nach Analyse der Ergebnisse legen diese Institute in einem Zwischenbericht dar unter welchen Voraussetzungen ökologisch verträgliche Bewirtschaftungsmöglichkeiten geschaffen werden könnten bzw. welcher Aufwand erforderlich wäre, um an diesen Orten die ursprünglich vorhandenen Naturlandschaften wiederherzustellen.

Es ist uns sehr wichtig, dass die örtliche Bevölkerung von Anfang an in den gesamten Findungsprozess einbezogen wird. Sowohl während der Untersuchungen vor Ort, als auch bei der Abwägung der Nutzungs- bzw. Gestaltungsmöglichkeiten der Projektgebiete sollen die Bewohner und verschiedenen Interessengruppen aktiv teilnehmen können. Jeder ist aufgerufen, Vorschläge zu einer ökologisch nachhaltigen Nutzung der Gebiete zu machen. Nach Vorlage des Zwischenberichtes soll die Entscheidung für die konkrete weitere Planung unter den in Frage kommenden Varianten durch demokratische Abstimmung getroffen werden. Zur Unterstützung der Diskussion werden verschiedene Rahmenveranstaltungen organisiert, bei denen über ähnliche Projekte an anderen Orten berichtet wird.

Um diese intensive Integration der Projektarbeit in das öffentliche Leben umsetzen zu können, benötigt jedes neue Vorhaben Unterstützung seitens der örtlichen Kommunalverwaltung, der Presse und natürlich von denjenigen, die ihr eigenes weiteres Leben der Renaturierung und ökologisch nachhaltigen Nutzung des Projektgebietes widmen wollen. Trees for Greece begleitet dieses Stadium mit überregionaler Medienarbeit, Informationsbroschüren und logistischer und finanzieller Unterstützung der Projektaktivisten vor Ort.

Mittelfristig sollen alle Projekte durch Eigeneinnahmen finanziell unabhängig werden. Daher wird bei der Prüfung der eingehenden Projektideen seitens Trees for Greece immer darauf geachtet werden, dass ein Geschäftsmodell vorhanden ist, dessen Realisierung nicht nur ökologisch sinnvoll und nachhaltig  möglich ist, sondern von dem auch eine Kostendeckung zu erwarten ist.

 




 

 Der Plan der Generationen